Ultra-Saisonplan – Trail-Ultrasaison planen

Ein Ultra ist kein Einzelereignis – er ist das Ergebnis einer ganzen Saison. Wer im August an den Start geht und erst im April mit dem Training beginnt, hat bereits verloren. Wer im Oktober plant, gewinnt im August.

In diesem Artikel lernst du, wie du deine Trail-Ultrasaison von Grund auf strukturierst: Welche Rennen du wie priorisierst, wie das Trainingsjahr in Phasen aufgeteilt wird – und welche Fehler die häufigsten Saisons zerstören.

Wann mit der Planung beginnen?

Für einen 80-km-Ultra im Sommer (Juni–September) sollte die Planung im Oktober bis November des Vorjahres beginnen. Das gibt dir: Zeit für den Anmeldeschluss von beliebten Rennen (viele sind 6–12 Monate im Voraus ausgebucht), Raum für einen vollständigen Aufbau ohne Hetze, und mentale Klarheit für das Saisonziel.

Der erste Schritt: Ein A-Rennen festlegen. Alles andere folgt davon rückwärts.

A-Rennen, B-Rennen, C-Rennen

Nicht alle Rennen sind gleich. Das A/B/C-System gibt jedem Start eine klare Funktion – und verhindert, dass du dich im Frühjahr schon verausgabst, wenn der Höhepunkt der Saison im Sommer liegt.

Kategorie Priorität Vorbereitung Ziel
A-Rennen Saisonhöhepunkt Vollständiges Tapering (2–3 Wochen) Bestleistung, vollständige Vorbereitung
B-Rennen Vorbereitung / Test 1 Woche leichtes Tapering Rennsimulation, Erfahrung sammeln
C-Rennen Fun / Training Kein Tapering – normales Training Training am Wettkampf, kein Leistungsdruck
Regel

Maximal 1–2 A-Rennen pro Saison. Wer drei A-Rennen plant, hat tatsächlich null – weil keines die volle Vorbereitung bekommt. Klare Prioritäten setzen ist die Voraussetzung für gute Ergebnisse.

Coaching-Tipp

Saisonplanung ohne Kontext führt zu Plänen, die schon im März scheitern.

Im Discovery Call schauen wir gemeinsam auf dein Rennjahr, dein Zeitbudget und deinen aktuellen Stand – und bauen daraus eine Saison, die realistisch und motivierend ist.

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Die Jahresstruktur im Überblick

Oktober – Februar · Basis-Saison

Aerobe Grundlage und Kraftaufbau

Diese Phase entspricht der Vorbereitungsphase im Periodisierungsmodell. Kein Renndruck, höchste Freiheit für systematischen Aufbau.

  • Zone 2 Volumen aufbauen
  • Kraft- und Stabilitätsdefizite angehen
  • Wintertraining als bewusste Basis nutzen (kein Lückenbüsser)
  • Reisepläne und Anmeldungen für Sommersaison finalisieren
März – Mai · Aufbau-Saison

Intensität einführen, spezifisch werden

Erste B-Rennen möglich. Trainingsvolumen erreicht Höhepunkt. Spezifische Einheiten für das A-Rennen beginnen.

  • Intervalle, Berganläufe, Tempoläufe
  • Back-to-Back Longruns einführen
  • 1–2 B-Rennen als Teststart
  • Hydrations- und Ernährungsstrategie testen
Juni – September · Wettkampf-Saison

Peaking und Rennen

A-Rennen mit vollständigem Tapering. Nach dem A-Rennen: Regenerationsphase. Danach möglich: C-Rennen ohne Leistungsdruck.

  • A-Rennen: 2–3 Wochen Tapering davor
  • 4–6 Wochen aktive Regeneration nach A-Rennen
  • C-Rennen nur wenn Körper vollständig erholt
September – Oktober · Übergang

Pause und Reflexion

Mindestens 2–3 Wochen echte Pause nach der letzten Rennsaison. Mental und körperlich loslassen – bevor die nächste Basis-Saison beginnt.

  • Kein strukturiertes Training
  • Saisonreflexion: Was hat funktioniert? Was nicht?
  • Nächste Saison grob planen

Häufige Fehler bei der Saisonplanung

1

Zu viele A-Rennen

Kein Körper kann für 4 Ultrarennen in einer Saison peaken. Wer drei oder vier Priorität-1-Starts plant, erschöpft sich im ersten Quartal und kommt in keines davon gut vorbereitet.

2

Keine echte Übergangsphase

Wer im Oktober sofort mit der nächsten Vorbereitung beginnt, überspringt die notwendige körperliche und mentale Erholung. Das rächt sich im Frühjahr mit stagnierender Leistung oder Übertraining.

3

Rennen als Training nutzen – ohne Plan

B- und C-Rennen sind wertvoll, wenn sie bewusst eingesetzt werden. Wer sie spontan angeht, riskiert übermässige Erschöpfung im falschen Moment der Saison.

4

Plan ohne Puffer

Krankheiten, Verletzungen, Jobstress, Familienalltag – der Plan muss Puffer haben. Wer jeden Millimeter verplant, hat keinen Spielraum für das Unvorhergesehene, das immer kommt.

Fazit

Eine gute Ultrasaison entsteht im Herbst davor, nicht im März des Rennjahres. Das A/B/C-System gibt jedem Start eine klare Funktion. Die vier Jahresphasen – Basis, Aufbau, Wettkampf, Übergang – stellen sicher, dass der Körper zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. Und ausreichend Puffer im Plan stellt sicher, dass der Alltag ihn nicht kippt.

Nächster Schritt

Wissen ist gut. Training ist besser.

Wenn du deine Saison planst und weisst, dass du dabei Struktur und einen zweiten Blick brauchst – lass uns das gemeinsam angehen. Kostenlos und unverbindlich.

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